Geschichten ausdenken macht total viel Spaß 🙂

Erfolgreicher Projektstart, denn ich fühle mich wieder voll und ganz in meinem Element.

Ganz anders als beim vorherigen Projekt, in dem ich wildfremden Menschen Kuchen anbot – einfach so, lebe ich jetzt wieder in meiner ganz eigenen Welt.

Vor meinem inneren Auge da glitzert Zauberei an jeder Ecke, da antworten mir leere Bücher mit Texten, die nicht von mir sind und da brüllen Monster auf die ich stolz sein kann.

Meine Phantasie darf sich gerade so richtig austoben.

Also bitte nicht wundern, wenn ihr mich in diesen Wochen grundlos lachen, verträumt herumstarren oder in Tränen ausbrechen seht. Ich stecke manchmal tief verwurzelt in einer dieser Geschichten, die anfangen wie von selbst weiterzuwachsen.

 

5 Gedanken zum Buchprojekt:

  • in 5 Wochen werde ich niemals zu einem fertigen Buch kommen
  • Trotzdem ist jeder Versuch dahin einen Schritt weiter als vorher
  • Motivieren große Ziele oder führen sie in die Blockade?
  • Egal, Geschichten entwerfen macht total viel Spaß
  • Ich will nie wieder etwas anderes machen als versuchen Bücher zu schreiben 🙂

 

 

Geschichten zu beobachten macht noch mehr Spaß

Ist so eine Idee zu einer Geschichte erst mal wie ein Samen in die Erde gesteckt, bildet sie Wurzeln und wächst wie von Zauberkräften gezogen langsam nach oben.

In solchen Momenten folgen meine tippenden Finger nur noch den Bildern, die vor mir auftauchen als würde ich einen Film anschauen.

 

Wie wird aus einer Idee eigentlich eine Geschichte?

Zum Projektstart habe ich 5 Ideen in einem Satz zusammengefasst. In den letzten Tagen habe ich alle 5 Ideen nach System ausgebaut.

Bisher schieb ich am liebsten intuitiv. Wer ein Buch schreiben will braucht Struktur, habe ich schon oft zum Thema „wie ich einen Roman schreibe“ gelesen. Doch jede Regel blockiert meinen Schreibfluss. Ich schreibe, weil es mir gut tut und weil ich einfach schreiben muss. Ich muss schreiben, weil eine magische Kraft mich zum Schreiben antreibt.

Da ich es so erbärmlicherweise noch zu keinem fertigen Buch geschafft habe, versuche ich mich erstmals mit einer Methode.

 

Die Schneeflockenmethode lässt die Handlung wachsen

 

Mit Hilfe der Schneeflockenmethode baue ich aus meiner 1-Satz-Idee eine Handlung in 5 Sätzen (Anfang, 3 Höhepunkte, Schluss). Aus 5 Sätzen werden 5 Abschnitte zu je 5 Sätzen. (Diese 5er-Methode kommt mir natürlich sehr gelegen).

Dann erzähle ich die Geschichte aus der Perspektive der Hauptfigur und entwerfe für jede Figur ein Art Lebenslauf mit Aussehen, sozialem Umfeld und Charakter. Anschließen baue ich die Geschichte noch weiter aus und entwerfe eine Szenentabelle.

So wächst die Geschichte immer weiter – von innen heraus und an allen Ecken gleichmäßig. Intuitiv wachsen Geschichten wie Unkraut, unkontrolliert. Von einem Gedanken verzweigt sie sich in einen Neuen und verliert dabei die ursprüngliche Idee total aus den Augen.

Durch Ausprobieren der Schneeflockenmethode sehe ich ein, dass eine solche Struktur Sinn macht – und es macht sogar Spaß. Beim Entwickeln der Handlung wächst die Geschichte trotzdem intuitiv, fast wie von Zauberhand.

Wenn unerwartete Dinge passieren, weil die Bilder selbst zu Laufen beginnen (und das tun sie), dann kann man die vorherigen Schritte wieder ändern und trotzdem bei der Grundstruktur bleiben ohne sich in einer Nebenszene zu verirren.

 

Aber welche Idee soll denn nun zum Buch werden?

Alle natürlich! Hahahaha…

Zu Projektbeginn habe ich eine Umfrage gestartet, zu der Du gerne noch Deine Stimme abgeben kannst! Ich würde mich freuen 🙂

Weitere Details zur Handlung nach Ausprobieren der Schneeflockenmethode nachfolgend in einer Art Klappentext mit Arbeitstitel.

 

  • Das wundersame Archiv der Madame Bizarre

Eine Frau erinnert sich, dass sie eine Tochter hat, weil sie nach dieser gefragt wird. Die Tochter wechselt so oft ihre Identität, dass die Mutter selbst an ihrer Echtheit zweifelt. Noch dazu sammelt sie Geschichten, so dass sie Erinnerungen an ihrer Tochter mit Charakteren aus den Geschichten vermischt. In einem bizarren Archiv sammelt sie symbolische Gedächtnisstützen in Einweckgläsern, um sich die vielen Geschichten besser merken zu können. Auch Erinnerungen an ihre Tochter sammelt sie auf die gleiche Weise. Kein Wunder, dass alles durcheinandergerät. Die Frau beginnt das Archiv aufzuräumen bis ihre Tochter sich wieder klar von den Geschichten abhebt. Als endlich alles sortiert ist, bekommt sie Besuch von ihrer Tochter. Diese bringt die neue Ordnung durcheinander, weil sie wie immer jemand ganz anderes sein möchte. Und dann räumen die Beiden gemeinsam auf. Was ist nun echt und was erfunden?

 

 

  • Auf der Suche nach dem Autor

Ein gewöhnlicher Mann wartet schon sein ganzes Leben darauf, dass etwas passiert. Eines Tages beschließt er sein Abenteuer selbst in die Hand zu nehmen, weil der Autor der ihn zum Helden machen sollte nicht mehr da zu sein scheint. Zufällig trifft er im Zug auf einen Autor, der aber nur Horrorgeschichten schreibt. Die ganze Welt da draußen stellt sich als Gruselkabinett heraus. So hatte der Mann sich das nicht vorgestellt und wünscht sich zurück nach Hause. Doch da steckt er schon mitten drin in seinem Abenteuer, das er sich selbst ausgesucht hat. Überall lauern Monster und Bösewichte. Alle Autoren dieser Welt scheinen nur noch über Solche zu schreiben. Was ist mit den Helden aus seinen Lieblingsbüchern passiert? Waren diese nur erfunden? Es stellt sich heraus, dass nach und nach viel mehr Gruselgestalten als Helden erfunden wurden, so dass diese begannen die Welt zu regieren. Der vermeintliche Held ist in großer Gefahr, da alle Helden vertrieben und ausgerottet werden sollten! Er hat nun nur noch die Wahl selbst ein Bösewicht zu werden oder zu sterben. Ob er seinen Autor findet?

 

 

  • Das letzte Zauberbuch

Eine kleine Zauberin befragt ein Tagebuch was nur mit der Zauberei passiert sei. In dieser Welt glaubt niemand an Zauberei, so dass sie den Glauben an die Existenz der Zauberei verliert. Wie von Zauberhand beginnt das Buch plötzlich zu antworten und erzählt dem Mädchen von der verzauberten Welt. Trotzdem glaubt ihr niemand sonst, dass es Zauberei außerhalb von Büchern geben soll. Und der griesgrämige Onkel bei dem sie lebt verbietet ihr sogar das Wort Zauberei jemals wieder zu erwähnen. Das Zauberbuch bestätigt, dass die verzauberte Welt in Gefahr sei und das Buch der letzte Zugang zur verzauberten Welt. Doch dann verschwindet das Buch, womit das Tor zur verzauberten Welt für immer verloren scheint. Das Mädchen ist traurig, macht sich Vorwürfe und begibt sich auf eine gefährliche Zaubersuche. Ob sie das Buch wiederfindet und die verzauberte Welt retten kann?

 

 

  • Timeflash – Kennst Du dieses Gefühl?

Eine Jugendliche sitzt im Zug und träumt von einer Reise. Plötzlich erlebt sie einen aufregenden Road-Trip durch das australische Outback. Doch dann steigt sie in Deutschland aus dem Zug. Ganz zufällig trifft sie am Bahnsteig einen Australier, den sie aus Australien kennt. Denkt sie sich diesen Zufall nur aus? Oder war das Leben auf Reisen einfach aufregender? Mit dem Rucksack unterwegs erscheint das Leben wie ein Traum. Dieser Traum wird von einer Jugendlichen geträumt, die sich zu Hause nach Abenteuern sehnt. War sie nie weg oder ist sie von einer Reise zurückgekehrt? Da sitzt die Jugendliche wieder im Zug und träumt in ihrer Sehnsucht von einem anderen Leben. Kennst Du dieses Gefühl nicht zu wissen was echt ist und was Traum war?

 

 

  • Französische Küche

Plötzlich ist es soweit: Eröffnungstag eines französischen Cafés! Obwohl noch gar nichts fertig ist, spitzen schon die ersten neugierigen Gäste durch die Abdeckplane. Als sie wieder gehen wollen befiehlt der Chef dem Praktikanten sie gefälligst zu Tisch zu bitten, da man sich doch besonders um seine erste Kunden auch kümmern müsste! Ganz französisch muss ein 5-Gänge-Menü serviert werden. Während der Chef seinen Gästen stolz von der französischen Küche berichtet, hat der Praktikant allein in der Küche keine Ahnung was man in Frankreich überhaupt isst. Er bemüht sich einen guten Job zu machen und serviert den Gästen was er finden kann – natürlich ganz und gar nicht richtig Französisch zum Entsetzen des Chefkochs. Als der Chefkoch merkt, dass nichts mehr zu retten ist, übergibt er die Verantwortung an den Praktikanten und zieht sich aus der Affäre. Die durstigen Gäste beginnen sich selbst zu bedienen und werden von einem weiteren Gast für die Kellner gehalten. Als dann auch noch eine Maus in der Küche auftaucht kündigt der Praktikant.

 

 

Vote mit:

Über welche dieser 5 Ideen würdest Du gerne ein Buch lesen?

 

Hat sich Deine Meinung nach weiteren Infos über die Handlung geändert? Habe ich zu viel verraten oder bist Du neugierig wie es weitergeht? Oder klingt vielleicht alles total langweilig?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

 

Geschichten erfinderische Grüße,

Sandra