Die Sammlung über Spielideen für Einjährige beginnt.

 

Schon seit einiger Zeit pinne ich auf diesem Pinterest-Board Kreatives Allerlei für Kinder hauptsächlich Bilder über interessante Spielideen.

Ab sofort erzähle ich Euch regelmäßig von Spielideen für Einjährige, die ich ausprobiert habe.

 

Heute in der Sammlung:

Spiele mit Tape, Malen ohne Kleckern, Fühl- und Staunbeutel

 

Alle Ideen sind ohne Gewähr, denn als Mama weißt Du ja, dass sich bei Aktivitäten mit Kind alles um eine Momentaufnahme handelt. Ein paar Monate früher oder später ist das ein- oder andere plötzlich interessant und das andere nicht.

Ausprobieren lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall.

Spielideen mit Tape

Anleitung

Du brauchst:

  • Tape (zur Variation in verschiedenen Farben, Größen und Stärken, wie z.B. Tesa, Malerkrepp, Paketband, etc.)
  • Gegenstände oder Spielzeug zum festkleben
  • einen geeigneten Gegenstand auf den sich eine Taperolle auffädeln lässt (z.B. Fleischhammer, Küchenrollenhalter etc.)

Aufbau

Tape abziehen: diverse Tape-Streifen, die möglichst leicht lösbar sind an eine Wand oder Tür kleben (ich habe hier gemustertes Dekotape genommen)

Spielzeug befreien: bei dieser Variante habe ich dickes, starkes Tape genommen und diverse Spielsachen an eine Tür geklebt

Tape-Rollen fädeln: Fädle ein paar Tape-Rollen auf einen geeigneten Gegenstand auf und gib es Deinem Kleinen. Ich habe hier Tesa-Rollen auf einen Fleischhammer aufgefädelt. Sicherlich hast Du irgendetwas geeignetes in Deiner Küche. (Kochlöffel, Küchenrollenhalter, etc.)

Erfahrungsbericht der Spiele mit Tape

Alter des Kindes: 12-13 Monate
Aufbauzeit:
keine 5 Minuten je Variante

Spielzeit:

Alle Spiele können nach dem Aufbau noch ein paar Tage bleiben, so dass es jeden Tag wieder interessant werden kann. Timo liebt es mit Tape-Streifen und -Rollen zu spielen. Tape von der Tür abziehen hat er mit viel Begeisterung und Gelächter gemacht. Er hat einen nach dem anderen abgezogen und mir stolz übergeben. Das hat uns sicher 15 Minuten beschäftigt.

Spielzeug abziehen fand er hingegen weniger interessant und hat sich nicht einmal eine Minute am Abziehen versucht. Vielleicht lag es auch an dem Extrastarken Tape, dass er nicht so einfach abgekriegt hat. Ich glaube Malerkrepp und Dekotape sind geeigneter.

Abfädeln der Taperollen hat ihn unter alleiniger Aufmerksamkeit sicherlich 5 Minuten beschäftigt. Auffädeln fand er zu dem Zeitpunkt weniger spannend – vielleicht später.

Abbauzeit:

Keine Minute, da der Kleine ja den Aufbau im Spiel selbst abgebaut hat :-).

Abgezogenes Tape landet einfach im Papierkorb oder Müll – je nach Tapesorte – und die anderen Gegenstände schnell in der entsprechenden Kiste oder Schublade.

Lohnt sich der Tape-Spaß?

Bei uns kommen Tape-Spiel gut an, denn Timo liebt es mit diesen Klebestreifen zu spielen, die dann einfach wieder klebenbleiben, wenn er sie abschüttelt.

Auch Tape-Rollen sind vielfältig und sicherlich fallen uns in Zukunft noch weitere Spiele mit Tape ein. Abgesehen davon gehört es zu den Spielsachen, die man höchstwahrscheinlich eh zu Hause hat.

 

Spielidee Malen ohne Kleckern – mit Fingerfarbe im Beutel

 

Malen für Einjährige

Malen ohne Kleckern – mit Fingerfarbe im Beutel

 

Anleitung

Du brauchst:

  • Fingerfarbe
  • Gefrierbeutel (am besten verschließbarer Zip-Lock-Beutel, damit die Farbe nicht beim Aufbau versehentlich heraustropfen kann)
  • Tape

Aufbau:

Fülle ein paar Kleckse Fingerfarbe in den Gefrierbeutel und klebe diesen gut verschlossen an eine Spielstelle, wie zum Beispiel Wand, Boden, Tür oder Fenster.

Das Fenster fand ich wegen dem Lichteffekt besonders schön, denke aber das geht je nach Wohnsituation nicht überall. Wir haben große Fenster und eine Balkontür, die bis zum Boden reichen, so dass Timo dort hervorragend stehen kann.

Erfahrungsbericht von Malen ohne Kleckern

Alter des Kindes: 12-13 Monate
Aufbauzeit:
5 Minuten, sofern alle Materialien vorliegen.

Spielzeit:

Bei Timo war die Spielzeit hier in etwa genauso lang wie die Aufbauzeit – 5 Minuten

Von Vorteil ist, dass der Farbbeutel nach dem Aufbau noch ein paar Tage oder gar Wochen kleben kann und jeden Tag erneut vom Kleinen für eine Weile neugierig angefasst wird. So gesehen übersteigt die Spielzeit am Ende die Aufbauzeit.

Abbauzeit:

Bei mir hat der Abbau wegen den Klebespuren an der Fensterscheibe leider unerwartet lange gedauert, da ich die Scheibe nachher vom Kleber befreien musste. Man sollte also hier kein Extrastarkes Tape verwenden, sondern eher dicken Tesa oder so 😛

(Bei weniger starkem Tape aber aufpassen, dass der Kleine das Tape nicht abzieht wie bei den Spielen mit Tape, bzw. hast Du dann zwei Spiele in Einem und hoffentlich einen gut verschlossenen Beutel, damit keine Farbspuren Euer Spielfeld in der Wohnung markieren!)

Lohnt sich der Fingerfarb-Beutel?

Meiner Meinung nach ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

Sofern beim Auf- und Abbau nichts schief geht hast Du auch keine Farbflecken an Fingern und den Möbeln, die Du hinterher putzen musst. Und wenn der Kleine im Laufe des Jahres einmal mehr Interesse am Malen findet, kann ich mir schon vorstellen, dass er sich auch länger damit beschäftigt.

 

Spielidee Fühl- und Staunbeutel

Anleitung

Du brauchst:

  • beliebige Füllmaterialien (z.B. Duschgel, Flüssigseife, Babyöl, Wasser, Rasierschaum, Reis, schwimmende Gegenstände, Spielzeug, Gummis, Gummibälle, Lebensmittelfarbe, oder was bei Dir gerade so an bunten, glitzerndem oder sonstigem interessantem Kleinkram so rumliegt)
  • Gefrierbeutel (hier empfehle ich die ohne Zip und mit Gummi verschließen oder Zipper mit Tape überkleben, da diese sonst nicht dicht genug sind
  • Gummi

Aufbau:

Fülle mehrere Gefrierbeutel mit beliebigen Materialien Deiner Wahl, so dass eine Kiste verschiedenster Fühl- und Staunbeutel entsteht. Bei uns war es wichtig, dass es mehrere sind, da ein Beutel allein kein Interesse weckte. Eine ganze Kiste voller verschiedener Beutel wurde plötzlich interessiert untersucht.

Schließe die Beutel möglichst dicht, damit nichts auslaufen kann. Entweder mit Gummi oder Tape.

Lass Deinen Kleinen die Beutel nur unter Aufsicht entdecken, falls doch etwas an der Dichtung schief geht und verwende möglichst giftfreie Füllmaterialien.

 

Meine Fühl- und Staunbeutel hatte ich mit Folgendem befüllt:

  • Flüssigseife und diverse Gummis
  • Rasiergel
  • Wasser mit Spielzeugfisch und Muschel
  • Wasser mit blauen Glassteinen und Spielzeugpinguin
  • Wasser mit grüner Lebensmittelfarbe und Flummis
  • Reis mit versteckten Geldmünzen
  • selbstgemachte Knetmasse (Rezept folgt später)
  • winzige Dekoglitzersteine

 

Lass Deiner Phantasie freien Lauf und befülle die Beutel mit kleinen bunten Dingen, die bei Dir zu Hause so rumliegen.

Erfahrungsbericht der Fühl- und Staunbeutel

Alter des Kindes: 13 Monate
Aufbauzeit:
15-30 Minuten inkl. Materialfindung von geeigneten Füllmaterialien zu Hause

Spielzeit:

Bei uns höchstens 5 Minuten.

Die Kiste wurde neugierig untersucht und ein Beutel nach dem anderen aus der Kiste herausgezogen und sogar mit einem staunenden „Ohh“ bewundert. Nach kurzer Bewunderung und nachdem alle Beutel aus der Kiste herausgehoben waren, hat Timo aber das Interesse verloren.

Abbauzeit:

Etwa so lang wie Aufbauzeit, wenn Du alle verwendeten Materialien waschen und wiederverwenden möchtest.

Lohnen sich die Fühl- und Staunbeutel?

Meiner Meinung nach Nein.

Auf diese Idee bin ich mehrfach in amerikanischen Blogs unter „Sensory Bags“ gestoßen. Ich wollte die Idee einmal ausprobieren, weil so Kleinkram Kleinkindsicher entdeckt werden kann. Tatsächlich kommen diese Beutel bei uns nur mäßig gut an und irgendwie habe ich das Gefühl, dass Mama über die bunten Beutel beim Aufbau mehr staunte als der Kleine.

Vielleicht ist er mit 13 Monaten auch schon zu alt, weil er lieber mit dem Inhalt der Beutel direkt spielen möchte. Vielleicht ist diese Art von Spiel auch für Mädchen interessanter oder es war einfach der falsche Zeitpunkt.

 

Hast Du diese Spielideen auch schon einmal ausprobiert? Wie kamen sie bei Euch an?
Weitere Spielideen für die Sammlung Spielideen für Einjährige folgen unregelmäßig bis Dezember 2018 🙂

 

Spielerische Grüße,

Sandra

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