Ideen, mit denen Du Deine(n) Einjährige(n) in der Küche bei Laune halten kannst

 

Es gibt jeden Tag diese Stunde, die Du einfach in der Küche verbringen musst, um ein Essen auf den Tisch zu Zaubern oder Geschirr zu spülen.

So ein Einjähriger will natürlich überall sein, wo Du bist! Es gefällt dem Zwerg nicht, wenn Du einen unverschämt langen Zeitraum (wie z.B. 10 Minuten am Stück) hoch über ihm stehst und an etwas werkelst, dass er weder sehen noch anfassen kann.

Eine Lösung mit der der Zwerg auf Höhe der Arbeitsfläche „mithelfen“ kann:

 

Der Learning-Tower – IKEA-Hack

Leraning Tower Ikea Hack

Learning-Tower – IKEA-Hack

 

 

Du brauchst:

  • IKEA Hocker Oddvar
  • IKEA 2-stufigen Tritthocker BEKVÄM

Achtung es gibt auch einen mit 3 Stufen, den hatte ich versehentlich zuerst gekauft und musste ihn dann wieder umtauschen, was gar nicht so einfach war, weil der 2-Stufen-Hocker ständig ausverkauft war.

Kurzanleitung:

  • Hocker Oddvar ohne Sitzfläche aufbauen und ggf. eine Querstrebe weglassen (wobei das meiner Meinung nach egal ist, weil kleine Kinder auch mit Querstrebe durchpassen).
  • Trittstufenhocker ganz normal aufbauen
  • Sitzfläche unter die Füße von Oddvar schrauben und damit auf dem Trittstufenhocker befestigen
  • Ggf. mit Winkeln verstärken

 

Es gibt von diesem Learning-Tower IKEA Hack verschiedene Varianten und ich habe unseren nach dieser Anleitung aus dem Blog Kinderkichern nachgebaut, wenn Du genauer nachlesen willst.

 

Erfahrungsbericht:

Alter des Kindes: ab 12 Monate
Aufbauzeit:
ca. eine Stunde (zzgl. vorheriger Einkauf bei IKEA, halber Tag)

Spielzeit: täglich problemlos 30 Minuten am Stück bei allen Arbeiten in der Küche machbar, mehrmals täglich für kurze Zeiträume einsetzbar

Lohnt sich der Learning-Tower?

Ein absolutes UNBEDINGT!

Zugegeben hatte ich kurzzeitig gezweifelt, ob es nicht auch anders geht und der Kleine in ein paar Monaten auch auf einem ganz normalen Stuhl stehen könnte. Seit wir den Learning-Tower im Einsatz haben, ist das Arbeiten in der Küche so viel einfacher!

 

5 Ideen, mit denen Du den Kleinen auf dem Learning-Tower beschäftigen kannst

 

  • Umfüllen (Walnüsse, Kartoffeln, Zwiebeln, Paprika, womit Du gerade arbeitest)

Umfüllen von Dingen ist ein Klassiker für Einjährige und da hast Du sicher selbst schon einiges ausprobiert. In der Küche kommt dabei bei uns derzeit am besten an, was so rund ist wie ein Ball oder so rot wie eine große Paprika mit Henkel.

 

 

  • Eierschalen untersuchen (oder Karottenschalen, Kartoffelschalen, sonstige Überbleibsel)

 

Eierschalen zerbröckeln

 

Beim Kochen gebe ich meinem Kleinen fast alles einmal zum Untersuchen in die Hand was ungefährlich ist. Eierschalen findet er immer wieder interessant, weil er sie zerlegen kann. Und Dinge in Einzelteile zerlegen gehört zu seinen derzeitigen Lieblingsbeschäftigungen. (13 Monate)

 

  • Mixen

Mixen mit dem Milchschäumer

 

Fast unbemerkt hat er sich einmal den Milchschäumer stibitzt, der noch auf der Spüle zum Trocknen lag (seine Reichweite übersteigt doch meist meine Annahme). Anschließend hat er ihn mit fröhlichen „ssssssssssss“-Geräuschen in eine Schüssel gesteckt. Bisher hat er den Einschalthebel noch nicht entdeckt, aber ich freue mich auf den Tag an dem mein Kleiner mir die Milch für den Kaffee schäumt. 😛

 

  • Umrühren (Nudeln, Reis oder Couscous oder…)

Wie Umfüllen gehört „Umrühren“ eigentlich zu den Klassikern. Mein Kleiner fand das bisher nur unterhaltsam, als ich ihm einmal rohe Nudeln in einer Schüssel umgerührt habe. Er hat mir daraufhin immer wieder den Löffel hingehalten, damit ich weitermache und das coole Nudel-Schüssel-Geräusch erzeuge. Selbst wollte er es (noch) nicht versuchen. Vielleicht später mal.

Nudeln umrühren

 

  • Metalldeckel-Basketball

 

Küchenbasketball für Einjährige

 

Unser aktueller Favorit in der Küche ist das „Metalldeckel-Basketball“.

Wir haben es erfunden, als Timo anfing Dinge von der Arbeitsfläche auf den Boden zu werfen, was Mama beim Kartoffeln schälen nicht so toll findet.

Als Kompromiss darf Timo seitdem gesammelte Metalldeckel in einen Eimer werfen, der neben dem Learning-Tower steht. Bei jedem Treffer im Eimer wird zu seiner Freude gejubelt, was ihn anreizt die Dinger tatsächlich IN den Eimer und nicht daneben zu werfen. Als schwierigere Variante für später, kann man den Eimer auch weiter wegstellen

 

5 weitere Ideen für die Küche, die bei uns gut ankamen (auch mal am Boden)

  • Gewürzrassel

Gewürzdosen rasseln, wenn man sie schüttelt und jede davon klingt ein wenig anders. Mit 9-11 Monaten wollte Timo ständig damit rasseln. Mittlerweile findet er sie nicht mehr so interessant. Als Variante lassen sich auch Plastikschüsseln mit Rasselmaterialien aus der Küche füllen (Nudeln, Reis, Zucker, Nelken, etc)

Rasseltablett mit Gewürzen und Co

 

  • Verschlussklammern in Tupper mit Lochklappe stecken

Schon seit Monaten ist bei uns die Tupperbox mit den Verschlussklammern ein tolles Spielzeug. Anfangs wurden sie nur ausgeräumt, später eingeräumt und mittlerweile zusätzlich die Klappe betätigt. Das Stecken der Klammern in die Box findet er nach wie vor spannend. Wenn ich mit ihm abwechselnd stecke, schaffen wir sie gemeinsam alle aufzuräumen.

Als Variante für später können wir die Klammern farbig sortieren.

Steckspiel aus der Küche

 

 

  • Mikado für Kleinkinder

An „Mikado“ musste ich denken, nachdem ich mich entschlossen hatte Timo die ursprüngliche Rasselbox mit Zahnstochern zum Entdecken zu öffnen. Er hatte bestimmt 10-15 Minuten Spaß daran die Zahnstocher aus der Box zu werfen. Am Einräumen der Zahnstocher hatte er mit 13 Monaten kein Interesse mehr, vielleicht klappt das nächsten Monat 😉

 

Mikado für Kleinkinder

 

  • Die erlaubte Küchenschublade

Wir haben schon seit dem Krabbelalter in jedem Raum eine „erlaubte“ Schublade, die Timo öffnen, schließen, ein- und ausräumen darf. Auch in der Küche gibt es so eine Schublade und ich bewahre darin ganz normale Küchengegenstände auf, die ungefährlich sind und von dem Kleinen entdeckt werden dürfen.

 

Die erlaubte Küchenschublade

Die erlaubte Küchenschublade

Immer wenn er etwas anderes öffnen will, mache ich ihn auf „seine“ Schublade aufmerksam, mit der er spielen darf. Er hat diese „erlaubte“ Schublade recht schnell akzeptiert und testet nur selten, ob die Regel noch gilt.

Mit seiner Küchenschublade spielt er immer gerne, wenn er nicht auf dem Learning-Tower steht. In dieser Schublade befindet sich aktuell die Box mit den Aufbewahrungsklammern, ein Fleischhammer, eine Nudelzange, eine Kartoffelpresse und ein Kochlöffel. Gelegentlich tausche ich die Gegenstände aus der Schublade aus.

  • Singen

Wenn nichts mehr interessant ist oder ich auf die Schnelle keine andere Idee habe, dann kommt Singen bei uns immer gut an – auch in der Küche. Wenn ich noch schnell drei Kartoffeln fertig schälen muss oder so, dann singe ich mit Timo nebenbei ein paar Kinderlieder, und starte gerne mit welchen die irgendwie gut in die Küche passen.

(z.B. Morgens früh um Sechse, Backe, backe Kuchen, Wer will fleißige Handwerker sehn, etc.)

Kennst Du auch solche Küchenlieder? Womit beschäftigst Du Deine(n) Einjährigen in der Küche?

 

Weitere Spielideen für Einjährige findest Du auch in diesem Artikel

 

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