Ist ein Projekt Konzept immer notwendig?

 

Jedes Projekt braucht ein Konzept, wenn es erfolgreich abgeschlossen werden soll. So dachte ich zumindest erst kürzlich beim Projekt Blogfotos. Muss ich ein solches Konzept auch ersellen, wenn ich Utensilos machen will?

5 Gedanken zum Projekt Konzept:

  1. Näh-Konzept = Schnittmuster
  2. Ich will nähen – nicht messen, nicht bügeln, nicht schneiden, nicht den Faden einfädeln, nicht denken!… grrr
  3. Wer, wie, was?
  4. Mehr Stoff! Ich brauche Stoff!
  5. Anfangen entspannt

Wie sieht ein Konzept für Utensilos aus?

Eigentlich will ich einfach anfangen. Meine Erfahrung warnt vor Chaos und bittet mich einen Projektplan zu machen. Widerwillig schmiere ich irgendwelchen Größenangaben auf Papier. Ein Wunsch-Utensilo für das Auto versuche ich als Gekrizzel zu durchdenken. Dann fallen mir die Augen zu. Seufz.

Ich stelle fest: Eine Möglichkeit für ein Projekt Konzept zum Utensilos machen ist ein Schnittmuster. Ein solches zu erstellen, fällt mir nicht leicht.

Fragen über Fragen

So ein Schnittmuster definiert außerdem nur den Plan für EIN Utensilo. Wenn Schnittmuster = Konzept, dann brauche ich vor Projektstart ALLE Schnittmuster für ALLE geplanten Utensilos. Welche Utensilos sind geplant? Wie viel Zeit habe ich überhaupt? Will ich Utensilos nur nähen? Was soll im Utensilo aufgeräumt werden? Welche Utensilos könnte ich häkeln? Soll ich auch Utensilos aus Papier basteln? Wäre es eine Gelegenheit Basteln mit Beton einmal zu probieren? Was war nochmal das Ziel?

Definiere zuerst das Ziel

Mit Fokus auf ein Ziel, machst Du die wichtigsten Dinge zuerst, um Dein Ziel zu erreichen.

Zur Erinnerung, mein erst kürzlich gesetztes Ziel:

Ordnung dank selbstgemachter Utensilos! Prio: Ordnung im VW Bus und Ordnung um den Wickeltisch

Nicht zu viel Nachdenken

Das Ziel ist gar nicht so groß, wie die Utensilos in meinem Kopf. Um voran zu kommen, probiere ich es erneut mit den geplanten Badutensilos. Diese erscheinen mir für den Anfang einfacher. Nach halbfertig fixierten Vorstellungen zeichne ich den ersten Schnitt für ein eckiges Utensilo nach einer einfachen Anleitung auf den Stoff. Dann bemerke ich, dass ich bei meiner Größenmessung die Nahtzugabe vergessen habe. Ist der Schnitt nach viel Kopfzerbrechen endlich korrekt auf den Stoff übertragen, muss ich ihn erst noch bügeln, dann die Nähmaschine aufbauen, einen neuen Unterfaden aufspulen,… Seufz.

…und das alles in passenden Time-Slots, wenn Timo gerade mal schläft oder sich 15 Minuten fröhlich alleine beschäftigen kann. Ich habe gar keine Zeit für ein Gesamtkonzept. Ich bin froh wenn ich ein Utensilo in 5 Tagen schaffe!

Achtung: Stoffsucht

Oh nein, der Stoff wird knapp! Hätte ich ein perfektes Konzept, hätte ich darin bestimmt definiert, welche Stoffe und wieviel davon ich benötige. Da so perfekt aber nicht geht, stelle ich schon beim Aufzeichnen der Schnitte auf den Stoff fest, dass er für mein Vorhaben gar nicht reichen wird. Das ganze Badregal soll mit ähnlichen Utensilos aufgeräumt werden. Anderer Stoff aus der überquellenden Stoffbox kommt daher nicht in Frage. Es soll schließlich ordentlicher aussehen als jetzt. Nochmal Seufz.

Die Lösung: Stoff kaufen!

Für meine Badutensilos benötige ich eine graue Wachstischdecke mit Sternchen und blauen Srernchenstoff aus Baumwolle.

 

Einfach Utensilos machen

Konzept hin oder her. Wichtiger ist am Ende doch die Praxis am Projekt. Wird das Projekt zu viel durchdacht, bleibt vor lauter Denken keine Zeit für die Umsetzung. Nachdem ich das erste Utensilo während einer Mittagsschlafs-Stunde von Timo erfolgreich fertig zusammennähen konnte, stieg meine Freude an diesem 5-Wochen-Projekt.

Projekt Konzept Utensilos machen

Alles im Voraus planen geht gar nicht und blockiert den Flow

Überlegst Du Dir für Utensilos ein Konzept?

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