In 5 Wochen einen Blog erstellen

Du willst auch einen Blog erstellen, weißt aber nicht wie Du das machen sollst? Ich habe diesen Blog während eines 5-Wochen-Projekts gebastelt und gebe Dir in meinem Projekt-Abschlussbericht alle Tipps, die Du als Bloganfänger zum schnellen Start Deines eigenen Blogs brauchst.

 

Wie Du mit Deiner Blog-Erstellung beginnst:

Zunächst brauchst Du natürlich eine Idee, worüber und warum Du bloggen willst und für wen? Wie detailliert kannst Du Dein Thema wiedergeben? Kannst Du erklären, warum Du darüber bloggen willst? Und hast Du eine Ahnung wer Deinen Blog lesen wird? Diese Punkte spielen meiner Meinung nach eine große Rolle für einen roten Faden in Deinem Blog.

 

STEP 1: Schreibe Dir alle Gedanken zu Deiner Blogidee auf!

 

Gedanken zur Blog-Idee
  • Die Idee:
  • Was bedeutet das genau?
  • Warum dieses Thema?
  • Warum einen Blog erstellen?
  • Wer sind meine Leser?

 

Ich habe es wie folgt gemacht:
  • Die Idee: z.B. Ich schreibe einen Blog über meine kreativen 5-Wochen Projekte
  • Was bedeutet das genau: 5 Wochen lang beschäftige ich mich mit einem kreativen Thema, wie z.B. Häkeln, Stricken, Schmuck basteln, Basteln mit Beton, Basteln mit Naturmaterialen oder kreativen Selbstexperimenten, wie Aufräumen nach „magic cleaning“, Kuchen backen für die Nachbarschaft. Ist ein Thema abgeschlossen, kommt ein anderes.
  • Warum dieses Thema: Dadurch mache ich jeden Tag etwas Kreatives. Wann immer ich an einem Tag 5 Minuten Zeit habe, beschäftige ich mit diesem Thema ohne Zeit zu verschwenden, weil ich erst Nachdenken muss, welche der vielen Kreativtätigkeiten ich denn nun heute angehe.
  • Warum einen Blog erstellen: Ich möchte blogge um… Projektideen zu sammeln, mir durch das Projekttagebuch meiner Kreativität bewusster zu werden, andere zu inspirieren und zum kreativ sein und Mitmachen anzuregen.
  • Wer sind meine Leser? Menschen wie ich, die neugierig sind, offen und kreativ denken. Sie lassen sich durch meine Projekte inspirieren, sind auch kreativ tätig, machen am liebsten alles selbst, aber gerne gemeinsam mit anderen.

 

STEP 2: Blog-Analyse – Wie sind die Blogs, die Du gut findest?

 

Zur Inspiration ist es gut andere Blogs genauer unter die Lupe zu nehmen, die Du entweder einfach gut findest, oder die über ein ähnliches Thema wie Du bloggen. Schau Dir an, wie diese Blogs aussehen, welche Struktur sie verwenden, welche Elemente wo in diesen Blogs platziert sind, usw. überlege Dir, was davon auch in Deinem Blog vorkommen soll und was Du anders machen möchtest und wie.

Schreib alles auf! Dadurch wirst Du merken, was Dir wichtig ist und warum. Nutze für Deine Blog-Analyse gerne folgendes Raster:

Blog-Analyse:
  • Blog-URL:
  • Worum geht es:
  • Was mir daran gefällt:
  • Was mir fehlt:
Hier ein Beispiel aus meiner Analyse:
  • Blog-URL: http://www.selbstexperiment.de/
  • Worum geht es: privater Blog über Selbstversuche, v.a. zum Thema Ernährung und Gesundheit (z.B. 1 Tag nur Wasser trinken, 1 Woche ohne Nutella,….) Es gibt Tages, Wochen und Monatsexperimente. Leser dürfen Vorschläge einreichen.
  • Was mir daran gefällt: Selbstversuche in bestimmten Zeitabschnitten und der Gedanke darüber zu bloggen und zum Mitmachen anregen. (möchte ich auch)
  • Was mir fehlt: kreative Themengebiete (bei mir soll Kreativität oben stehen)

Mache das bei mindestens drei, aber maximal zehn Blogs, sonst verirrst Du Dich in der Analyse. 5 ist ein guter Richtwert 😉

 

STEP 3: Erstelle einen Fahrplan für die inhaltliche Umsetzung

 

Nach der Analysephase hast Du genug Informationen, um ein Konzept für den eigenen Blog zu definieren. Auch hier ist die schriftliche Ausarbeitung wichtig, damit Du Dich bei der tatsächlichen Umsetzung später an etwas orientieren kannst und nicht vom Hundertsten ins Tausende gerätst.

Notiere Dir alle Gedanken über Deinen Blog zu folgenden Fragen:
  • Welche Inhalte gibt es konkret auf meinem Blog?
  • Wie soll mein Blog aussehen?
  • Welche Gliederung / Blogstruktur soll es in Deinem Blog geben?
  • Wie oft blogge ich?

Beispiel-Auszüge aus meinem Konzept zur Veranschaulichung:
  • Inhalte:
    • Erfahrungsberichte der jeweiligen 5-Wochen-Projekte
    • Startschuss-Zettel je Projekt mit Idee und Ziel. Wer macht mit?
    • Endprotokoll mit Fakten und evtl. Anleitung zum Nachmachen
    • Sammlung Ideen für neue Projekte
    • Gedanke des Tages
    • Inspirierende Buchtipps, andere Blogs, Läden, und alles was sonst so inspiriert
    • About
  • Wie soll mein Blog aussehen?
    • Projekt-Board / Pinnwand-Style
  • Welche Gliederung
    • Ideen, Projekte, Inspiration, Motivation, About
    • Schlagworte zu den einzelnen Projekten, Unterkategorien
  • Wie oft blogge ich:
    • Alle 5 Tage und an an jedem 5., 15., 25.

Erstelle Dir einen Redaktionsplan für ein Jahr, in dem Du definierst an welchen Tagen Du Artikel posten wirst und welche. Drucke den Plan aus und hänge ihn auf!

Eine gewisse Regelmäßigkeit ist wichtig, damit Dein Blog auch gelesen wird. Drucke Dir den Plan aus und hänge ihn auf, damit Du jeden Tag nachsehen kannst, wann der nächste Artikel dran ist und genügend Zeit für die Vorbereitung hast. Viele Themen lassen sich im Voraus planen.

 

STEP 4: Mache Dir einen Fahrplan für die technische Umsetzung

Welche Domain soll Dein Blog haben?

Hast Du schon eine Idee für einen guten Blognamen? Wenn nein, überlege Dir doch z.B. in einem Satz worum es in Deinem Blog geht und kürze das Ganze auf ein bis fünf Wörter. Deine Domain wird von Lesern am einfachsten zu merken sein, wenn sie beschreibt, worum es geht. Dein Thema hast Du ja im ersten Step bereits klar definiert. Sicherlich findest Du auch dort die dazugehörigen Keywords.

Prüfe, ob Deine Wunsch-Domain noch verfügbar ist.

Dies geht z.B. unter https://www.checkdomain.de. Es werden Dir dort auch Alternativ-Vorschläge angezeigt, sollte Deine Wunschdomain nicht mehr frei sein.

 

Wo kannst Du Deinen Blog hosten?

Hierzu habe ich eine ganze Weile recherchiert. Es gibt drei Grundüberlegungen, über die Du Dir Gedanken machen solltest, wenn Du einen Blog erstellen willst.

Grundüberlegungen zum Host
  • Selbst hosten oder direkt beim Bloganbieter hosten lassen?
  • Selbst hosten mit One-Klick-Installation
  • alles selbst hosten und Installieren

 

Selbst hosten oder direkt beim Bloganbieter hosten lassen?

Wenn Du in das Bloggen erst mal nur einsteigen willst, macht es durchaus Sinn das Hosting-Thema dem Anbieter zu überlassen. Du sparst Dir dadurch die Hosting-Kosten, musst keine Updates machen und kannst Dich direkt um das wichtigste kümmern: Deine Inhalte. Umziehen könntest Du mit Deinem Blog auch später. Die bekanntesten Blog-Anbieter, wie z.B. WordPress.com, Blogger.com oder tumblr.com bieten diesen Free-Service. Du musst Dir dort nur ein Konto anlegen und los geht’s!

Der Nachteil daran ist, dass die technischen Möglichkeiten Deines Blogs eingeschränkt sind: Du kannst z.B. keine Plug-Ins installieren und hast Nachteile in der Suchmaschinenoptimierung.

Selbst hosten mit One-Klick-Installation

Es gibt Hosting-Anbieter, bei denen die Blog-Software bereits installiert ist, so dass Du nur mit wenigen Klicks Deinen Blog starten kannst. Ich fand das interessant und habe mich für diesen Blog für die One-Klick-Variante entschieden. Dadurch sparst Du Dir die Verwaltung der Installationsdateien auf dem Server, kommst dafür aber unter Umständen auch nicht an alle Dateien ran. Ich konnte bisher noch keinen Nachteil feststellen, bin allerdings auch nur fortgeschrittener Einsteiger und kein Profi im Bloggen.

Ein WordPress One-Klick bieten z.B. domainfactory und all-inkl, welche ich bei meinen Recherchen in die engere Auswahl nahm.

Selbst hosten und Installieren

In der Profi-Variante kannst Du natürlich auch alles selbst machen und hast sicherlich den besten technischen Zugriff. Dafür musst Du Dich auch selbst um alles kümmern und darauf achten, dass z.B. deine Software auf dem aktuellsten Stand ist. In der One-Klick-Variante wird das wohl automatisch gemacht.

Womit kannst Du Deinen Blog erstellen?

Schon weiter oben habe ich ein paar Blog-Anbieter angesprochen. Ich selbst habe mich schon vor diesem Blog für WordPress entschieden, weil es das bekannteste System ist und ich aus beruflichen Gründen die Software kennenlernen wollte.

Unter WordPress.org kannst Du die Datei herunterladen und in deinem Hosting-Space installieren, sofern Du Dich für das selbst hosten entscheidest.

Für ein Theme entscheiden

Wenn Du einen Blog erstellen willst, brauchst Du ein Theme. Ein Theme ist so etwas wie der Anzug für Deinen Blog und bestimmt die Optik. Du musst ihn Dir nicht ganz selbst schneidern, kannst aber noch wählen, ob Du die Ärmel umschlagen willst, die Knöpfe zumachst und welche Farbe Deine Krawatte habe soll. Unter STEP 3 hast Du Dir Gedanken gemacht, wie Dein Blog aussehen soll. Jetzt musst Du ein Theme finden, welches Deiner Vorstellung entspricht.

Du kannst nach vielen kostenlosen Themes direkt in WordPress suchen. Als Einsteiger reicht so ein Theme sicherlich aus. Solche Themes sind allerdings eingeschränkt in Support und Updates, daher wird ein Premium-Theme empfohlen, sofern Du Deinen Blog professionell betreiben willst oder dieser professionell werden / wirken soll (soweit meine Idee für diesen Blog 😉)

Premium-Themes findest Du bei großen Theme-Anbietern wie z.B. Mojo Themes oder Theme Forest. Es gibt auch deutsche Theme-Anbieter, die Dir den Vorteil von Deutschem Support bieten können, wie z.B. Elmastudio oder ThemeShift.

Bei der Suche nach einem Theme bitte nicht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen und nach max. 5 Anbietern aufhören und eine Entscheidung treffen!

Ich habe mich schlussendlich für das Theme-Paket von Designers-Inn entschieden. Für einen echt günstigen Preis gibt es dort ein ganzes Paket an Premium-Themes und eine hervorragende Step-by-Step Video-Anleitung im Mitgliederbereich, wie Du das ganze installieren kannst.

 

STEP 5: Praktische Umsetzung um Deinen Blog zu erstellen

Und dann geht’s endlich los!
  1. Hosting-Paket inkl. Domain kaufen
  2. WordPress installieren
  3. Theme installieren
  4. Seiten, Beiträge, Menü, usw. anlegen
  5. Blog mit Inhalten füllen

Wie WordPress funktioniert kann ich Dir in diesem Artikel leider nicht mehr detailliert erklären. Ich finde aber, dass man es sich recht gut selbst erarbeiten kann und es gibt sicherlich auch viele Artikel darüber im Internet.

Bei meinem Theme-Anbieter Designers-Inn kann man neben dem Theme-Paket auch ein Video mit einem WordPress-Workshop für Einsteiger zu einem fairen Preis dazukaufen. Das Video erklärt wirklich alle Funktionen verständlich für alle die noch gar keine Ahnung von WordPress haben. Als fortgeschrittener Einsteiger konnte ich mir daraus auch noch nützliche Informationen holen.

So, ich hoffe, diese Tipps helfen Dir, damit Du Deinen eigenen Blog erstellen kannst. Schreib doch Deinen Link unten in die Kommentare, sobald Dein Blog fertig ist. Ich bin gespannt!

An dieser Stelle möchte ich nun einen Schlussstrich zum Thema Blog erstellen ziehen, da dieser Blog ja auf der kreativen Schiene fahren soll. Morgen beginnt endlich das erste kreative Thema: Fotos für den Blog 😊

Wenn Du Dir diesen Artikel auf Deinem Pinterest-Board merken willst, pinne doch folgendes Foto:

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Blog erstellen in 5 Wochen

 

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