Impressionen aus meinen Skizzenbüchern

Zeitraum: Sommer 2017 bis Sommer 2018

Hast Du auch ein Skizzenbuch? Suchst Du Inspiration? Willst Du mit dem Zeichnen, Skizzieren, Malen o.ä. anfangen? Ich zeige Dir hier ein paar Möglichkeiten, wie Du mit einem Skizzenbuch arbeiten kannst.

1. In einem Skizzenbuch muss alles erlaubt sein!

 

Egal wo Du bist, egal welchen Stift, Pinsel oder sonstige Färbungsmöglichkeiten Du gerade dabei hast – hauptsache Du zeichnest irgendetwas hinein, damit es eine Chance hat sich zu füllen – denn das bist Du Deinem Skizzenbuch schuldig.

(Ich habe z.B. einmal mit Wimperntusche, Puder und Lippenstift experimentiert – habe davon leider kein Bild mehr, denn es wurde übermalt und sieht inzwischen ganz anders aus)

2. Muster malen

 

Muster aus dem Unterbewusstsein entstehen lassen war eine meiner ersten Übungen. Du musst dafür wirklich nichts können außer den Stift übers Papier zu fahren. Alles andere entsteht im Prozess und ist eine tolle Möglichkeit in die Gänge zu kommen.

 

3. Landschafts-Strukturen skizzieren

Schau Dich mal nach Strukturen in der Natur oder Deiner Umgebung um und versuche die groben Züge davon auf Papier zu bringen. Was siehst Du? Wie gibst Du es wieder? Ich sitze immer mal wieder mit meinem Skizzenbuch am Campingplatz und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dabei gibt es gerade in der Natur so viele schöne Strukturen zu entdecken.

(Diese Zusammenfassung bringt mich gerade auf die Idee noch stärker darauf zu achten beim nächsten Mal draußen mit Skizzenbuch ,-)

 

4. Intuitives Malen

Seit ich die Wichtigkeit der Kreativität in meinem Leben erkannt habe, beschäftige ich mich viel mit dem Thema „Entfaltung der Kreativität“ – dabei bin ich auch auf die Disziplin des „Intuitiven Malen“ gestoßen.

Genaugenommen sollte es auf großer Leinwand mit Acryl und Pinsel oder Handflächen oder ähnlichen Hilfsmitteln stattfinden – davon träume ich noch.

Um überhaupt mal anzufangen habe ich mich enfach mal im Skizzenbuch probiert – und bin bin vor allem auf den ersten Versuch total stolz. Da saß ich wirklich eine Stunde unter Musikeinfluss und gestoppten Gedanken am Schreibtisch und habe mich einfach von der Magie der Intuition leiten lassen.

Ich muss das unbedingt noch viel öfter machen und träume davon es auf größeren Flächen mit kräftigeren Farben zu tun. Wenn Du Deine Intuition suchst, kann ich Dir nur empfehlen Dich mit dem Thema mal zu beschäftigen.

 

5. Gedanken und Träume zu Bildern machen

Egal wie gut Du zeichnen kannst, in irgendeiner Form kannst Du ganz bestimmt Deine Träume und Gedanken in ein Bild verwandeln.

Es macht sehr viel Spaß mit dem Stift in der Hand nachzudenken und zu träumen – am Ende hast Du so etwas wie ein „Erinnerungsfoto“ Deiner Gedankenreise.

 

6. Kringelbilder malen

 

Eine beliebige Anzahl Kringel aufs Papier malen, dann Formen darin suchen und diese Ausmalen, so dass das Bild zum  Vorschein kommt.

Auf diese tolle Idee hat mich „Mamassachen“ auf Instagram gebracht und ich wollte es unbedingt einmal ausprobieren.

Ich finde das gar nicht so einfach geeignete Formen zu finden, aber es ist auf jeden Fallein gutes Training für die Fantasie und eine einfache Technik, wenn man mal gerade gar nicht weiß, was man zeichen soll.

 

7. Hand zeichnen lernen

 

Ist es nicht eine hohe Kunst eine Hand aus allen erdenklichen Perspektiven zeichnen zu können?

Mit dem grandiosen Buch „Garantiert Zeichnen lernen“ von Betty Edwards gelang mir ein enormer Fortschritt im Zeichnen – nicht nur beim Hand zeichnen.

Ich kann die Techniken aus dem ersten Kapitel jedem empfehlen, der besser Zeichnen lernen will – und genaugenommen sollten sich meiner Meinung nach auch alle Menschen damit befassen, die gar nicht zeichnen wollen – denn Zeichnen ist so wie Schreiben und Lesen – nur mit der anderen Gehirnhälfte. Und wer sollte nicht Beide Gehirnhälften bedienen können wollen?

 

8. Jeden Tag ein Selbstporträt

Auf diese Idee kam ich dank der Community „Miracle Morning Germany“ nachdem ich mittem im Buch „Miracle Morning“ von Hal Elrod (Beschreibung folgt) steckte. Seitdem zeichne ich jeden Morgen ein Selbstporträt und bin gespannt wie es sich weiterentwickelt. Ich hoffe noch lange durchzuhalten und Dir später weitere Eindrücke aus meiner Selbstporträt-Serie geben zu können.

 

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar inspirierende Eindrücke geben, was in so einem Skizzenbuch passieren kann. Wenn Du auch eins hast, würde ich mich über Impressionen aus Deinem Skizzenbuch freuen!

Ich LIEBE Skizzenbücher.

Seit der Wiederentdeckung meiner Leidenschaft am Zeichnen habe ich mehrere davon gefüllt. Es hat eine Weile gedauert bis ich mich getraut habe in sie hineinzukritzeln.

Vor so einem Skizzenbuch stand ich irgendwie mit mehr Respekt als vor einem losen Zettel, der hinterher ganz einfach im Papierkorb landen kann. Aber vielleicht wäre es genau dieser verlorene Schnippsel gewesen, aus dem später noch ein tolles Bild oder eine Weiterverarbeitung in ein Muster oder etwas anderes Tolles geworden wäre.

In Skizzenbüchern werden Schätze gesammelt. Und so ein Schatz beginnt auch irgendwann einmal mit einem 1-Cent-Stück.

Mittlerweile konnte ich glücklicherweise mein Perfektionsdenken an dieser Stelle ablegen und kritzel täglich in einem dieser Skizzenbücher herum. Neuerdings geht mein Prozess noch weiter: Ich kritzel nicht nur darin herum, ich traue mich jetzt auch mein Gekirtzel der Welt zu zeigen!

Danke an Austin Kleon mit „Show your Work“ (Bucheindrücke folgen)

Was kritzelst Du so?

Kritzelnde Grüße,

Sandra